Stefan Ahnhem: Und morgen du

Stefan Ahnhem-Und morgen du

 

Ein Klassenfoto, drei Tote – wer wird der Nächste sein?

Kommissar Fabian Risk kehrt nach Jahren in Stockholm zurück in seine beschauliche südschwedische Heimatstadt Helsingborg. Doch noch bevor er und seine Frau die Umzugskisten öffnen können, bitten ihn seine neuen Kollegen in einem Mordfall um Hilfe. Ein Mann wurde geradezu hingerichtet, seine Hände abgehackt. Risk kennt das Opfer. Und das ist erst der Beginn einer brutalen Mordserie. Bald taucht der nächste Tote auf. Auch diesmal grausam verstümmelt. Alle Opfer gingen in Risks Klasse. Ein alter Schulfreund nach dem anderen stirbt … Quelle

Der Thriller „Und morgen du“ von Stefan Ahnhem erschien im Juni 2015 beim List Verlag. Das Buch ist Band 1 der Fabian Risk Reihe.

Da mir das Buch schon öfter aufgefallen ist und der Klappentext interessant fand, wollte ich es mal mit Stefan Ahnhem versuchen, zumal skandinavische Thriller eigentlich total mein Fall sind. Allerdings bestätigen ja Ausnahmen die Regel, dieser Thriller ist wohl eine Ausnahme. Ich muss aber auch sagen, dass ich mir das Buch selber nicht gekauft hätte, dafür war das Interesse dann doch nicht groß genug, ich habe es mir von einer ganz lieben Freundin geborgt. :-)

Der Auftakt der Fabian Risk Reihe hat mich von Beginn an nicht sonderlich begeistert, aber auf den ersten 50 Seiten hielt ich das Buch noch für einen soliden Thriller, den man lesen kann, aber nicht muss. Die Charaktere waren mir nicht unbedingt sympathisch, aber auch nicht unsympathisch – eher ein bisschen 0815. Der Ermittler Fabian Risk sticht durch seinen „Kampfgeist“ hervor, verbissen setzt er alles daran den Täter zu finden, der seine ehemaligen Klassenkameraden nach und nach ins Jenseits befördert. Die anderen Ermittler gaben meiner Meinung nach teilweise völlig unqualifizierte Bemerkungen von sich und die Ermittlungsarbeit wirkte streckweise auch sehr amateurhaft. (Ja, es ist „nur“ ein Buch, aber in vielen anderen Thrillern/Krimis wirkt die Ermittlungsarbeit wesentlich professionellen und glaubhafter.) Immer wieder wird zwischendurch, mitten in der Handlung, über die Vergangenheit von Risk berichtet – an manchen Stellen ausführlicher an anderen eher kryptisch. Mich haben diese „Flashbacks“ ziemlich gestört, da sie mich entweder nicht interessiert haben oder zu langatmig waren. Außerdem vermittelten sie mir immer wieder den Eindruck, dass ich Quereinsteiger in eine Reihe bin. Dass „Und morgen du“ der Auftakt einer Reihe ist, war für mich an vielen Stellen nicht sichtbar.

Durch die abrupten Wechsel zwischen den vielen Handlungssträngen sollte man sich schon voll auf das Buch konzentrieren, was mir nicht immer gelungen ist. Durch viele langatmige Passagen schwand meine Leselust immer weiter und ich war öfter versucht das Buch abzubrechen. Leider war „Und morgen du“ von Stefan Ahnhem für mich ein reinfall.

2 Antworten auf “Stefan Ahnhem: Und morgen du”

  1. Krimis/Thriller sind ja eh nicht so mein Ding, da lass ich lieber die Finger von dem Buch. Deine Rezension fande ich wirklich schön zu lesen und auf den Punkt gebracht :D
    Moana

  2. Danke für Deinen lieben Kommentar, das freut mich sehr, dass Dir meine Rezension gefallen hat.
    Ich bin immer wieder aufs neue erstaunt, wie unterschiedlich Geschmäcker sind – ganz viele Leser fanden dieses Buch richtig gut und spannend. Von daher sollte meine Rezension Dich nicht von dem Buch abhalten. ;-)

    Liebe Grüße und einen schönen Samstag,
    Julia

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