Veit Etzold: Der Totzeichner

Veit Etzold-Der Totenzeichner

Ein Leichenfund gibt der Berliner Polizei Rätsel auf. Dem Mordopfer wurden mysteriöse Zeichen in die Haut geritzt, die Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, bekannt vorkommen. Handelt es sich um kultische Symbole? Als die Obduktion der Leiche weitere grausame Details ans Licht bringt, wird klar, dass es einen ähnlichen Modus Operandi schon einmal gab: Vor zehn Jahren versetzte ein Serienkiller den Westen der USA in Angst und Schrecken. Einen Sommer lang trieb er dort sein Unwesen, bevor er sich mit der blutigen Botschaft verabschiedete: »It’s not over, ’til it’s over«.

Ist der Totenzeichner zurückgekehrt? Quelle

Der Thriller „Der Totenzeichner“ von Veit Etzold erschien im Juli 2015 beim Bastei Lübbe Verlag und ist Band 4 der Clara Vidalis-Reihe. Um das Buch zu verstehen ist es nicht nötig die anderen Bücher dieser Reihe gelesen zu haben, die Handlung der Bücher baut nicht aufeinander auf.

Dieser Thriller hat mir im Vergleich zu dem vorher gelesenen Thriller „Und morgen du“ von Stefan Ahnhem wesentlich besser gefallen. Die Charaktere des Buches wirkten auf mich viel lebendiger und waren mir von Anfang an sympathisch. Auch die Ermittlungsarbeit machte einen professionelleren und strukturierteren Eindruck auf mich. Allerdings muss ich dazu sagen, dass der Thriller nichts für schwache Nerven oder zartbesaitete Gemüter ist, der Mörder geht äußert brutal und blutig vor, was teilweise schon an Perversität grenzt. Da ich grundsätzlich kein Problem damit habe, wenn in einem Thriller das Blut nur so spritzt, hat mich das auch bei diesem Buch nicht gestört. Zumal es hier, anders als in dem Buch Erik Axl Sund: Scherbenseele, in Anführungszeichen Hand und Fuß hat und nicht irgendwelche Ritzerpartys gefeiert werden.

Die Handlung war meiner Meinung nach gut ausgearbeitet und tiefschichtig, z.B. dadurch, dass der Mörder sein Unwesen auch schon in den USA getrieben hat. Ich habe beim Lesen die ganze Zeit über mitgerätselt und versucht zu erraten, was oder auch wer hinter diesen Morden steckt und wie die verschiedenen Details zu bewerten sind. Das Ende hat mich aber wirklich überrascht und schockiert, auf so eine Idee wäre ich im Traum nicht gekommen. Das Ende hat mir sehr gut gefallen, da es eben nicht 0815 ist und die ganze Handlung in ein anderes Licht rückt.

Ich denke, dass war nicht mein letztes Buch von Veit Etzold.

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