Martin Krist: Böses Kind

Martin Krist-Böses Kind

Jede Lüge hat ihren Preis. Diese wird dich töten.
Ein Mord mitten in der Hauptstadt. Das Opfer wurde erschlagen und gekreuzigt. Kriminalkommissar Henry Frei und sein Team ermitteln. Suse, heillos mit ihren Kindern überfordert, seit ihr Mann sie verlassen hat, ist in Panik: Ihre Tochter Jacqueline ist verschwunden. Die alarmierte Polizei glaubt der Mutter kein Wort.
Wo ist Jacqueline? Wer zieht seine blutige Spur durch Berlin? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt!    Der erste Fall für Kommissar Henry Frei.   Quelle

Der Thriller „Böses Kind“ erschien im November 2017. Vielen Dank an Martin Krist und NetGalley, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

„Böses Kind“ ist der Beginn einer Reihe, der erste Fall für Kommissar Henry Frei, daher auch der Untertitel „Alanna“. Über Alanna erfährt man in diesem Buch allerdings noch nicht viel.

Das Buch „Böses Kind“ von Martin Krist ist in 63 Kapitel eingeteilt, die jeweils nur wenige Seiten lang sind. Zwischendrin tauchen immer wieder Kapitel mit der Überschrift „Intermezzo“ auf, die die Situation eines gefangen gehaltenen Menschen detailliert beschreibt – der Leser kann lediglich erahnen, um welche Person es sich handelt und was es mit diesen Kapiteln auf sich hat. Die 63 Kapitel schildern immer im Wechsel das Leben der alleinerziehenden und überforderten Mutter Suse, die ihre Tochter Jacqueline vermisst, und die Ermittlungsarbeiten von Kriminalkommissar Frei und seiner Kollegin Louisa Albers.

Schon auf den ersten paar Seiten hatte ich Suse gefressen, die überforderte Mutter ging mir ziemlich auf die Nerven. Sie schreit ihre Kinder an und streitet sich permanent mit ihrer Mutter, auf deren Hilfe sie so dringend angewiesen ist. Die Wohnung von Suse sieht aus wie ein Schlachtfeld und sie ist nur am Jammern und Schimpfen. Nach den ersten 30-40 Kapiteln hört Suse endlich auf zu jammern und ich hatte meinen Frieden mit ihr gemacht. Dennoch war sie schwer einzuschätzen für mich. Das Ermittlerteam war mir direkt sympathisch und ich verfolgte gespannt ihre Arbeit. Zu Anfang war es jedoch etwas verwirrend, da das Buch nicht direkt mit dem Verschwinden von Jacqueline startet und die Polizei noch einen anderen Fall bearbeitet.

Sowohl der flüssige Schreibstil als auch die interessante Story ließen mich den Thriller von Martin Krist innerhalb weniger Stunden, an einem Stück auslesen. Insgesamt ein gutes Buch, dass sich wirklich zügig weglesen lässt. Das Ende konnte mich leider nicht überzeugen.

ACHTUNG SPOILER: Wenige Seiten vor dem Ende des Buches folgt dann ein Pageturner, der das gesamte Buch in ein anderes Licht rückt. Das hat mir leider nicht so gut gefallen und einige Fragezeichen hervorgerufen, ohne den Pageturner hätte die Story für mich mehr Sinn ergeben.